Nach einer längeren Pause trafen sich einige Mitglieder der Landesgruppe am Pfingstsonntag in Dörverden zum Besuch des neu eröffneten Wolfcenters. Leider war die Resonanz trotz einiger Ankündigungen in Internet und per Email mäßig. Da noch auf der JHV vehement mehr Treffen gefordert wurden, ist es schade, wenn bei strahlendem Sonnenschein, einem langen Wochenende und einem interessanten Treffpunkt kaum Interesse vorhanden ist. Rechtzeitiges Zu- bzw Absagen hilft zudem, Wartezeiten auf eventuelle Nachzügler zu vermeiden.
Das neue Wolfcenter wurde erst Ende April eröffnet und bis zur Fertigstellung der Ausstellung im Juni 2010 gelten ermäßigte Eintrittspreise. Wenn auch der Eintritt für die Erwachsenen und Kinder mit viel Wohlwollen akzeptiert werden kann, traf gerade unsere Gruppe ein Eintrittspreis von 5 Euro für Hunde sehr hart. Leider war bei unserer Gruppe von immerhin 13 Personen kein Verhandlungsspielraum. So zog unsere Gruppe bereits leicht enttäuscht auf das Gelände. Überall ist sichtbar, dass das Wolfcenter noch im Entstehen ist - das haben wir gewußt. Zur Zeit leben dort vier erwachsene Wölfe, eine Herde Schafe mit einem Herdenschutzhund (der noch einer werden will - Cleo ist fünf Monate alt), drei tschechoslowakische Wolfshunde und acht Wolfswelpen. Nach einer ersten "Erkundungsrunde" nahmen wir an der Führung teil, die über eine Stunde in Anspruch nahm, da die Beiträge zu den einzelnen Punkten sehr ausführlich waren. Neben den Aspekten zum Leben und Verhalten der Wölfe in freier Wildbahn gegenüber den "Gehegewölfen" wurden auch Schutzmaßnahmen wie z.B. durch die verschiedenen Zaunarten und durch Herdenschutzhunde erklärt. Die Wolfswelpen konnten zwar bestaunt werden, sie waren jedoch erst 13 Tage alt und schliefen tief und fest. In zwei, drei Wochen wird hier sicherlich mehr zu sehen sein.
Die Führung schloß mit der Fütterung der vier Wölfe. Endlich waren alle vier Wölfe zu sehen, die vorher gut getarnt innerhalb des Geheges lagen und kaum auszumachen waren. Sie zeigten weiterhin eine deutliche Scheu vor den Menschen, Fleischbrocken in der Nähe des Zaunes liessen sie liegen. Die Welpen werden per Hand aufgezogen und an diesen beiden Rudeln möchten die Betreiber den Unterschied zeigen.
Nach Beendigung der Runde stellten wir erstaunt fest, dass wir fast vier Stunden im Wolfcenter verbracht hatten, obwohl die Ausstellung noch nicht fertig gestellt ist. Ein gemütliches Pläuschchen im Restaurant beendete das Landesgruppentreffen.

Die diesjährige JHV fand im Restaurant Kajüte in Alvesen (südlich von Hamburg) statt. Die Jahreshauptversammlung selber dauerte etwas über eine Stunde, dann konnten die Anwesenden zum gemütlichen Teil des Samstages übergehen - erst nach 6 Stunden löste sich die Runde langsam auf, da niemand wußte, wie lange bei den derzeitigen Wetterverhältnissen der Heimweg dauern würde.
Auf der Jahreshauptversammlung kam der Vorsitzende Wolfgang Menck zunächst auf die Ereignisse des vergangenen Jahres zurück. Hierbei war die Zusammenlegung der Landesgruppen Nord und Elbe-Weser-Ems sicherlich der wichtigste Punkt. Diese ist reibungslos verlaufen. Weitere Ereignisse gab es im letzten Jahr nicht, es wurde darauf hingewiesen, dass nicht alle Aktivitäten oder Vorschläge vom Vorstand kommen müssen - nur wenn jedes Mitglied sich ein wenig einbringt und Vorschläge macht, kann eine Landesgruppe viel Aktivität entfalten.
Die Kassenprüfung fand vor der Jahreshauptversammlung statt. Die LG-Kasse wurde von Silke Viebrock ordnungsgemäß geführt. Der Vorstand wurde komplett entlastet und bleibt zwei weitere Jahre im Amt. Als neue Kassenprüfer wurden Andrea Menck und Heidi von Vorkampff-Laue gewählt. Delegierte für die Jahreshauptversammlung des BVWS Ende März in Tauberrettersheim sind Wolfgang und Andrea Menck. Einige Themen wurden kurz von den Vorstandsmitgliedern angesprochen und diskutiert. Anträge zur Jahreshauptversammlung gab es keine.
Die Terminfestlegung umfasst vier Termine für das laufende Jahr, die bereits auf der Terminseite aufgeführt sind. Einigkeit bestand darüber, dass keine Weihnachtsfeier stattfinden, sondern das jetzige Konzept auch im kommenden Jahr beibehalten werden soll. Durch den Nordcup Anfang Dezember werden die LG-Aktivitäten auf diese Vorbereitung und Nacharbeiten konzentriert sein. Hinzu kommen im allgemeinen viele private Termine bei den Mitgliedern, so dass ein Neujahrstreffen im Januar, wenn wieder ein wenig Ruhe eingekehrt ist, die bessere Alternative ist.
Damit war bereits der Nordcup 2010 angesprochen. Die Landesgruppe hatte sich bereit erklärt, für die große FBBSI-Ausstellung mit dem Nordcup auszuweichen oder ihn für ein Jahr auszusetzen. Mit der Halle auf dem Veranstaltungsgelände Dog City in Stuhr bei Bremen wurde jedoch eine finanziell machbare Alternative gefunden. Die Halle wurde bereits für den 4. Dezember reserviert, als Richter hat Jan Ebels aus den Niederlanden zugesagt. Dadurch werden auch die Fahrtkosten im Rahmen gehalten. Als Organisatoren und Ringteam stehen wieder Peter, Gaby und Malin von Döllen sowie Silke Viebrock zur Verfügung. Die Verpflegung übernimmt das Team von Dog-City. Durch die frühzeitige Festlegung der Details kann die Werbung intensiviert werden. Die Finanzierung des Nordcup wurde besprochen. Nach einer Erläuterung der Einnahme/Kostensituation bittet die LG nach Abstimmung erneut um Übernahme der Finanzierung durch den Hauptverein.
Die Mitglieder des Bundesvorstands sprachen den FBBSI-Cup an, der am 11.09. in Knittelsheim bei Landau in der Pfalz stattfinden soll. Hier wären Teilnehmer und Gäste aus dem Norden herzlich willkommen. Flyer wurden verteilt und gebeten, weiter für diese Veranstaltung zu werben. Da sie mit einem Festabend ausklingen soll und internationale Gäste erwartet werden, wird der FBBSI-Cup mehr als "nur" eine Ausstellung.
Weitere Wünsche und Anregungen kamen von den Mitgliedern nicht, die JHV wurde beendet und die Anwesenden gingen zum gemütlichen Teil des Nachmittags über, der bis in die späten Abendstunden andauerte. Es wurde viel diskutiert und die gemütliche Atmosphäre der Kajüte trug dazu bei, dass es ein sehr kurzweiliger Samstag war.